🤖 KI-Transparenz & EU AI Act
Offene und ehrliche Kommunikation über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in meiner Arbeit als Mediengestalter – mit allen Chancen und Risiken.
📋 Gemäß EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689)Transparenz ist mir wichtig. Als Mediengestalter mit dem Schwerpunkt „Pixel, Print & Prompt!" setze ich bewusst KI-Werkzeuge ein – aber nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Werkzeug zur Effizienzsteigerung und Inspiration.
Auf dieser Seite erkläre ich offen, welche KI-Tools ich nutze, wie ich sie einsetze, und gebe Ihnen einen ehrlichen Überblick über Chancen und Risiken dieser Technologie. Denn nur wer beide Seiten kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen.
📜 Was ist der EU AI Act?
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Er trat am 1. August 2024 in Kraft und wird schrittweise bis 2027 vollständig angewendet.
🎯 Ziel des Gesetzes
Der EU AI Act soll sicherstellen, dass KI-Systeme in Europa sicher, transparent und grundrechtskonform eingesetzt werden. Er verfolgt einen risikobasierten Ansatz: Je höher das Risiko einer KI-Anwendung, desto strenger die Anforderungen.
Die vier Risikostufen
Diese KI-Systeme sind in der EU vollständig verboten:
- Social Scoring durch Regierungen
- Biometrische Echtzeit-Überwachung in öffentlichen Räumen (mit Ausnahmen)
- Manipulative KI, die menschliche Schwächen ausnutzt
- Unterschwellige Beeinflussung außerhalb des Bewusstseins
Diese KI-Systeme unterliegen strengen Anforderungen wie Konformitätsbewertungen, Risikomanagement und menschliche Aufsicht:
- KI in kritischer Infrastruktur (Energie, Verkehr, Wasser)
- KI in Bildung und Berufsausbildung
- KI in Beschäftigung und Personalmanagement
- KI im Zugang zu essenziellen Dienstleistungen
- KI in Strafverfolgung und Justiz
- KI in Migration und Grenzkontrolle
Hier gelten vor allem Transparenzpflichten – Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI interagieren:
- Chatbots und virtuelle Assistenten
- Generative KI für Text, Bild, Audio, Video
- Deepfakes und synthetische Medien
- Emotionserkennung (in nicht-verbotenen Kontexten)
→ Die meisten KI-Tools, die ich als Mediengestalter nutze, fallen in diese Kategorie.
Die meisten KI-Anwendungen fallen in diese Kategorie und können frei genutzt werden:
- Spam-Filter
- KI in Videospielen
- Einfache Automatisierungen
- Rechtschreibprüfung
🛠️ Welche KI-Tools nutze ich?
Ich setze verschiedene KI-Werkzeuge ein, um meine Arbeit effizienter zu gestalten. Dabei ist mir wichtig: KI ersetzt nicht meine Kreativität, sondern unterstützt sie. Jedes Endergebnis wird von mir geprüft, angepasst und finalisiert.
💬 Text-KI / Large Language Models
🎨 Bild-KI / Image Generation
📍 Legende
● Aktiv genutzt = Tools, die ich regelmäßig in meinem Workflow einsetze
● Verfügbar = Tools, die ich kenne und bei Bedarf einsetzen kann
⚖️ KI in der Kreativbranche: Chancen & Risiken
Ich möchte hier keine Werbung für KI machen, sondern einen ehrlichen Überblick geben. Wie jede Technologie hat auch KI Licht- und Schattenseiten. Nur wer beides kennt, kann verantwortungsvoll damit umgehen.
✅ Chancen & Vorteile
- Effizienzsteigerung: Zeitaufwändige Routineaufgaben (Freistellen, Skalieren, Textkorrektur) können beschleunigt werden
- Inspiration: KI kann als Brainstorming-Partner dienen und neue Ideen anstoßen
- Zugänglichkeit: Kleinere Unternehmen können Werkzeuge nutzen, die früher nur Konzernen vorbehalten waren
- Qualitätsverbesserung: Upscaling, Entrauschen und Optimierung von Bildern
- Recherche: Schneller Zugang zu Informationen und Zusammenfassungen
- Prototyping: Schnelle Visualisierung von Konzepten für Kundenpräsentationen
- Barrierefreiheit: Automatische Bildbeschreibungen, Übersetzungen, Text-to-Speech
⚠️ Risiken & Nachteile
- Urheberrechtsfragen: KI-Modelle wurden mit urheberrechtlich geschützten Werken trainiert – die rechtliche Lage ist noch unklar
- Jobverlust-Ängste: Berechtigte Sorgen in der Kreativbranche über Arbeitsplatzverluste
- Qualitätsverlust: Übernutzung von KI kann zu generischem, seelenlosen Design führen
- Halluzinationen: KI kann plausibel klingende, aber falsche Informationen generieren
- Datenschutz: Cloud-KI-Dienste verarbeiten Daten auf fremden Servern
- Umweltbelastung: Training und Betrieb großer KI-Modelle verbraucht enorme Ressourcen
- Abhängigkeit: Zu starkes Vertrauen auf KI kann eigene Fähigkeiten verkümmern lassen
- Bias: KI kann Vorurteile aus den Trainingsdaten übernehmen und verstärken
„KI ist ein Werkzeug – nicht mehr und nicht weniger. Wie ein Hammer kann sie etwas aufbauen oder zerstören. Die Verantwortung liegt beim Menschen, der sie benutzt."
🎯 Mein Umgang mit KI: Grundsätze
Um die Vorteile zu nutzen und die Risiken zu minimieren, habe ich mir klare Grundsätze für den KI-Einsatz gesetzt:
| Grundsatz | Umsetzung |
|---|---|
| Transparenz | Ich informiere Kunden, wenn KI bei der Erstellung beteiligt war |
| Qualitätskontrolle | Jedes KI-generierte Element wird von mir geprüft und angepasst |
| Datenschutz | Sensible Kundendaten werden nicht in Cloud-KI-Systeme eingegeben; wenn möglich nutze ich lokale Lösungen |
| Urheberrecht | Ich nutze nur KI-Tools mit kommerziller Lizenz und dokumentiere die Nutzung |
| Menschliche Kreativität | KI unterstützt, ersetzt aber nicht meine gestalterischen Entscheidungen |
| Weiterbildung | Ich bilde mich kontinuierlich über neue Entwicklungen und rechtliche Änderungen fort |
🤝 KI in Ihrem Projekt
Bei jedem Projekt spreche ich offen mit Ihnen über den möglichen KI-Einsatz. Sie haben dabei immer die Wahl:
💡 Ihre Optionen
Option A: Voller KI-Support – maximale Effizienz, günstigere Preise
Option B: KI als Assistenz – Unterstützung bei Routineaufgaben, Kernarbeit manuell
Option C: Keine KI – 100% handgemacht, traditioneller Workflow
Bei jeder Option erhalten Sie volle Transparenz und Dokumentation.
Was bedeutet das für die Nutzungsrechte?
Die rechtliche Situation bei KI-generierten Inhalten ist komplex und noch nicht abschließend geklärt. Deshalb gehe ich auf Nummer sicher:
- Bei Werken mit KI-Beteiligung dokumentiere ich den Erstellungsprozess
- Ich nutze nur KI-Tools, deren Nutzungsbedingungen eine kommerzielle Verwendung erlauben
- In der Nutzungsrechte-Vereinbarung wird der KI-Einsatz explizit offengelegt
- Sie erhalten alle Informationen, um selbst einschätzen zu können, wie Sie das Werk verwenden möchten
❓ Häufige Fragen
Das ist rechtlich noch nicht abschließend geklärt. In den USA hat das Copyright Office entschieden, dass rein KI-generierte Werke nicht urheberrechtlich schutzfähig sind. In der EU ist die Lage ähnlich unklar. Werke, bei denen der Mensch wesentliche kreative Entscheidungen trifft und KI nur als Werkzeug dient, dürften aber schutzfähig sein.
Mein Ansatz: Ich sorge dafür, dass bei jedem Werk eine wesentliche menschliche kreative Leistung vorliegt.
Bei Cloud-KI-Diensten besteht dieses Risiko. Deshalb:
- Gebe ich keine sensiblen Kundendaten in Cloud-KI-Systeme ein
- Nutze ich wo möglich lokale KI-Lösungen (z.B. Stable Diffusion auf meiner eigenen Hardware)
- Deaktiviere ich bei Cloud-Diensten, sofern möglich, die Option zur Nutzung für Modelltraining
Ehrliche Antwort: Teilweise ja, teilweise nein.
Ja: Einfache, repetitive Aufgaben werden zunehmend automatisiert. Wer nur „Pixel schubst" ohne strategischen oder kreativen Mehrwert, wird es schwerer haben.
Nein: Strategische Beratung, individuelle Gestaltung, Markenverständnis, Kundenbeziehungen und die Fähigkeit, KI sinnvoll einzusetzen, werden wichtiger denn je. KI kann (noch) nicht wirklich kreativ sein – sie kombiniert Bestehendes neu.
Mein Fazit: Nicht KI wird Mediengestalter ersetzen, sondern Mediengestalter, die KI beherrschen, werden jene ersetzen, die es nicht tun.
Die Kritik ist berechtigt und ich nehme sie ernst. Aber:
- KI ist eine Realität, die nicht verschwinden wird
- Sich zu verweigern bedeutet, den Anschluss zu verlieren
- Besser, ich nutze KI verantwortungsvoll, als dass sie unkontrolliert eingesetzt wird
- Ich kann meine Kunden nur beraten, wenn ich die Technologie verstehe
Ich sehe mich als „kritischen Anwender": Ich nutze die Vorteile, aber mit offenen Augen für die Probleme und mit dem Willen, verantwortungsvoll damit umzugehen.